Hongkong will jeden Greifautomaten einzeln lizenzieren
In Hongkong will die Regierung Greifautomaten unter das Glücksspielrecht ziehen. Am 4. Mai 2026 hat das zuständige Ministerium dem Parlament ein Papier vorgelegt: Jedes Gerät, das Preise ausgibt, soll eine eigene Lizenz brauchen – Greifautomaten ebenso wie Flipper.
Beschlossen ist davon nichts. Bei unserer Prüfung am 2. Oktober 2026 haben wir weder einen Gesetzentwurf noch eine Abstimmung gefunden.
Was geplant ist
Über das Papier hat der Hongkonger Sender RTHK berichtet (RTHK, 04.05.2026).
Lizenziert würde das einzelne Gerät, nicht der Laden. Am Eingang müsste ein Lizenzhinweis hängen, ein Warnhinweis zur Suchtgefahr wird erwogen. Die Gebühren, seit dem Jahr 2000 unverändert, sollen überprüft werden (The Standard, 04.05.2026).
Der Anlass
Seit einem Gerichtsurteil brauchen Läden mit Greifautomaten keine Unterhaltungslizenz mehr. Geldpreise sind zwar verboten, laut Regierung umgehen manche Läden das aber über Gutscheine und privaten Rückkauf (Antwort der Regierung, 29.04.2026).
Zum Maßstab: Die Beschwerden wegen mutmaßlich illegalen Glücksspiels in solchen Läden lagen von 2021 bis 2025 jedes Jahr im einstelligen Bereich.
Und die Bonuskrabbe?
Der Streit in Hongkong dreht sich um den Automaten in der Spielhalle: frei zugänglich, mit Preisen, die sich nebenbei zu Geld machen lassen. Die Bonuskrabbe ist der andere Fall – ein Casino-Feature hinter Konto und Einzahlung, nur für Erwachsene, mit Bedingungen, die im Bonustext stehen.
Harmlos ist sie deshalb nicht: Sie ist Glücksspiel und wird auch so behandelt. Wer nur sehen will, wie sich ein Greifer spielt, kann das bei den kostenlosen Demos tun.
Nachrichten vom 29. April, 4. Mai und 11. Mai 2026 · abgerufen am 2. Oktober 2026.
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Nur für Personen ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe und Beratung bei der BZgA unter 0800 1 37 27 00.